Krisenzeit ist Lernzeit

 

Das Projekt "Krisenzeit ist Lernzeit" wird seit dem 01.01.2011 als "Qualifizierungsberatung in KMU" von der gsub-Projektegesellschaft mbH weitergeführt.

 

Über diesen Link kommen Sie zur neuen Projektwebsite.

http://www.gsub.de/e349/e4778/index_ger.html

 

Projektbeschreibung

Die Möglichkeiten des Ausbaus der Qualifikationen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern während der Zeit der Kurzarbeit hat nicht nur Vorteile für den Einzelnen, sondern ist ein Ansatz mit gesamtwirtschaftlicher Wirkung. Betriebe können die Krise nutzen, um ihre Beschäftigten zu qualifizieren und weiterzubilden. Die Kombination von Kurzarbeit und Qualifizierung ist somit ein Instrument, das den betroffenen Betrieben die Chance einräumt, gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

 

Um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in kurzarbeitenden Betrieben zu motivieren, eine Qualifizierungs- oder Weiterbildungsmaßnahme zu absolvieren, ist die Schaffung von Informations- und Beratungsangeboten vonnöten, die sich an die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie gleichermaßen an die Arbeitgeber richten.

 

Das  Projekt „Krisenzeit ist Lernzeit“ bietet eine trägerneutrale Bildungsberatung von Beschäftigten in Unternehmen zu Qualifizierungsmaßnahmen während der Zeit des Bezuges von Kurzarbeitergeld (Kug) an. Das Angebot richtet sich an alle Berliner Unternehmen und soll vorrangig über den Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit sowie die Wirtschaftsförderungen aller Berliner Bezirke kommuniziert werden. Ziel ist es, den Beschäftigten in Unternehmen sowie den Unternehmen selber die Vorteile der Weiterbildung im Zusammenhang von Kug zu erläutern. Im zweiten Schritt erfolgt die neutrale Beratung der Mitarbeiter/innen und Arbeitgeber zu passgenauer Qualifizierung.

 

Die Beraterinnen und Berater gehen in die Betriebe und beraten dort die Arbeitnehmer/innen nach Absprache und in enger Zusammenarbeit mit der Betriebsleitung und gegebenenfalls dem Betriebsrat. Die Beratung orientiert sich an den persönlichen und betrieblichen Bedarfen an Weiterbildung und bietet die Durchführung von Bildungsbedarfsanalysen und Kompetenzbilanzen an. Grundlage sind die jeweilige persönliche Ausgangssituation sowie die konkreten betrieblichen Bedingungen.

 

Unter Nutzung der Angebote aus der Weiterbildungsdatenbank Berlin sowie KURSNET werden nach AZWV zertifizierte Bildungsmodule mit dem ermittelten Bildungsbedarf abgeglichen. Anschließend wird eine Weiterbildungsempfehlung ausgesprochen. Die Bandbreite der förderbaren Bildungsangebote umfasst die allgemeine sowie spezifische Weiterbildung. Die allgemeine Weiterbildung ist nicht streng auf den Arbeitsplatz bezogen, sondern hat einen generellen Mehrwert für die Beschäftigungsfähigkeit. Die spezifische Weiterbildung hingegen ist auf den konkreten Arbeitsplatz oder das Unternehmen bezogen.

 

Die Beratung erfolgt idealtypisch in einem Dreier-Schritt:

  1. Sensibilisierung der Unternehmensleitung, ggf. des Betriebsrates sowie der Arbeitnehmer/innen
  2. Durchführung einer Bildungsbedarfsanalyse
  3. Empfehlung geeigneter Weiterbildungsangebote

 

In Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit sowie dem Arbeitgeber-Service werden auch die Voraussetzungen und Modalitäten der Förderung geklärt. Wichtige Parameter sind hier vor allem der Qualifizierungsgrad der Mitarbeiter/innen, die Dauer der Kurzarbeit sowie die Größe des Betriebes.

 

Ein wesentlicher Faktor, der die Weiterbildungsbeteiligung gerade kleiner und mittlerer Unternehmen verhindert, ist die damit häufig verbundene Bürokratie. Die Berater/innen können hierbei das Unternehmen bei der Antragstellung unterstützen und somit die Arbeitgeber entlasten.

Laufzeit

Juli 2009 - Dezember 2010

Beratungsbeginn ab September 2009

Finanzierung

Förderung über die Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales