Qualifizierung der Integrationsberater/innen

 

Berlinweit unterstützen etwa 80 bis 100 Integrationsberater/innen AGH-Teilnehmer/innen in der Entgeltvariante bei der Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt. Zur Hebung der Qualität der Integrationsberatung in  Berlin und damit der Schaffung optimaler Voraussetzungen für eine nachhaltige Integration der AGH-Teilnehmer/innen in den ersten Arbeitsmarkt ist es sinnvoll, für die Berater/innen gehaltvolle Qualifizierung anzubieten.   

Das LernNetz Berlin-Brandenburg bietet, ausgehend vom Aufgabenprofil der Integrationsberater/innen, eine zum Teil berufsbegleitende Qualifizierungsreihe für Integrationsberater/innen an.  

Die RQZ-Module

Aufgrund der inhaltlichen Überschneidungen der Integrationsberatung mit der Bildungsberatung bietet sich für diese Qualfizierungsreihe das Angebot der Regionalen Qualifizierungszentren RQZ als Basisqualifizierung an. Eine Auswahl einzelner Module aus dem Regelangebot (Modul 1, 2 und 3) wird für die Integrationsberater/innen in eigenen Durchgängen angeboten.  

 

RQZ-Modul 1:

Bildungsberatung im Kontext Lebenslangen Lernens

Gestaltung des Beratungsprozesses I

  • Gegenstand und Dimensionen von Bildungsberatung
  • Lebenslanges Lernen in Übergängen, Lernen als soziales Handeln
  • Reflexion des eigenen Handlungsfeldes
  • Grundhaltungen und Selbstverständnis, Selbstwahrnehmung

 

RQZ-Modul 2:

Gestaltung des Beratungsprozesses II

  • Steuerung und Ablauf des Beratungsprozesses, Aufgaben und Grenzen
  • Beratungstechnik und -methodik
  • Aufgabenfelder in der Beratung
  • Evaluation, Praxisreflexion

 

RQZ-Modul 5:

Kompetenzbilanzierung

  • Überblick über Konzepte, Bereiche und Instrumente
  • Methode der Kompetenzbilanzierung
  • Kompetenzbilanz am Beispiel ausgewählter Tätigkeitsfelder (ProfilPASS)

 

Informationen zum bundesweiten Qualifizierungsangebot der RQZ finden Sie im Internet unter www.bildungsberatung-verbund.de.

Einführung in KES

Es ist Vorgabe für die Integrationsberater/innen, die Absolvierung der einzelnen Beratungsschritte sowie die vermittelten lnhalte für die Teilnehmer/innen individuell zu dokumentieren. Hierbei wird das System der KES (Koordinierungs- und Evaluierungsstelle für öffentlich finanzierte Weiterbildungsberatungsstellen im Land Berlin) genutzt.

Die Anonymität der Dokumentation ist damit gewährleistet. In der webbasierten Dokumentation über die Plattform der KES  werden relevante Merkmale der Beratungsgespräche erfasst.

Zur Einführung in den Umgang mit der KES-Plattform wird für alle Integrationsberater/innen eine Schulung angeboten.

Zusatzmodule

Ergänzende Bausteine werden als einzelne maximal eintägige Module organisiert und können gezielt teilnehmerbezogen belegt werden.

Folgende zusätzliche Schwerpunkte werden voraussichtlich angeboten:

 

  • Professioneller Umgang mit Weiterbildungsdatenbanken
  • Netzwerkbildung mit zentralen Akteuren und Projekten (Arbeitsagenturen,  JobCenter etc.)
  • Neuregelungen der AGH-Entgeltvariante der Bundesagentur für Arbeit
  • Unternehmenssicht hinsichtlich der Integration von benachteiligten in den ersten Arbeitsmarkt (Stichworte Praktikum etc.), Ansprache von Unternehmen
  • Integrationschancen aus arbeitsmarktpolitischer Sicht
  • Integration im Sinne der Agentur für Arbeit
  • Work-Life-Balance für Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen
  • Gesundheitsprävention im Kontext der Beschäftigungsfähigkeit
  • Lernen lernen

kollegiale Beratung in Austauschforen 

Der Austausch der Berater/innen untereinander wird durch regelmäßige moderierte Austauschforen bzw. Fachaustausche sichergestellt. Diese in einem Rhythmus von zwei Monaten stattfindenden Foren dienen der Supervision. Es finden je nach Bedarf mehrere Foren parallel statt, da die Gruppen nicht mehr als zehn Teilnehmer/innen umfassen sollten. Die Foren sind angeleitet und bedienen sich nach der Idee des non-formalen Lernens Methoden wie der kollegialen Beratung.  

 

Finanzierung

September 2009 - Dezember 2010: Förderung über die Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales