Qualifizierung der Integrationsberater/innen

 

Berlinweit unterstützen etwa 30 bis 40 Integrationsberater/innen AGH-Teilnehmer/innen in der Entgeltvariante und Teilnehmer/innen in Bürgerarbeit bei der Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt. Zur Hebung der Qualität der Integrationsberatung in  Berlin und damit der Schaffung optimaler Voraussetzungen für eine nachhaltige Integration in den ersten Arbeitsmarkt ist es sinnvoll, für die Berater/innen gehaltvolle Qualifizierung anzubieten.   

Das LernNetz Berlin-Brandenburg bietet seit September 2009, ausgehend vom Aufgabenprofil der Integrationsberater/innen, eine zum Teil berufsbegleitende Qualifizierungsreihe für Integrationsberater/innen an.  

 

kollegiale Beratung in Austauschforen 

Der Austausch der Berater/innen untereinander wird durch regelmäßige moderierte Austauschforen bzw. Fachaustausche sichergestellt. Diese in regelmäßigen Abständen stattfindenden Foren dienen der Supervision. Die Foren sind angeleitet und bedienen sich der Methode der kollegialen Beratung, die anhand festgelegter Schritte durchgeführt wird und eine recht zügige Besprechung von Fällen oder Problemen ermöglicht.

 

Zusatzmodule

Ergänzende Bausteine werden als einzelne maximal eintägige Module organisiert und können gezielt teilnehmerbezogen belegt werden.

 

Folgende zusätzliche Schulungen wurden bereits realisiert: 

 

  • Professioneller Umgang mit Weiterbildungsdatenbanken
  • Netzwerkbildung mit zentralen Akteuren und Projekten (Arbeitsagenturen,  JobCenter etc.)
  • Gesundheitsprävention im Kontext der Beschäftigungsfähigkeit
  • Interkulturelle Kompetenzen
  • Einführung in die soziale Schuldner- und Insolvenzberatung
  • Motivation von Ratsuchenden
  • Weiterbildungen zum SGB II
  • Beratung von Ratsuchenden mit gesundheitlichen Problemen
  • Konfliktmanagement 

 

Einführung in KES

Es ist Vorgabe für die Integrationsberater/innen, die Absolvierung der einzelnen Beratungsschritte sowie die vermittelten lnhalte für die Teilnehmer/innen individuell zu dokumentieren. Hierbei wird das System der KES (Koordinierungs- und Evaluierungsstelle für öffentlich finanzierte Weiterbildungsberatungsstellen im Land Berlin) genutzt.

Die Anonymität der Dokumentation ist damit gewährleistet. In der webbasierten Dokumentation über die Plattform der KES  werden relevante Merkmale der Beratungsgespräche erfasst.

Zur Einführung in den Umgang mit der KES-Plattform wird für alle Integrationsberater/innen eine Schulung angeboten.

 

Die RQZ-Module

Aufgrund der inhaltlichen Überschneidungen der Integrationsberatung mit der Bildungsberatung bietet sich für diese Qualfizierungsreihe das Angebot der Regionalen Qualifizierungszentren RQZ als Basisqualifizierung an. Eine Auswahl einzelner Module aus dem Regelangebot (Modul 1, 2 und 3) wurde imn Zetiraum September 2009 bis Dezember 2011 für die Integrationsberater/innen in eigenen Durchgängen angeboten.  

 

RQZ-Modul 1:

Bildungsberatung im Kontext Lebenslangen Lernens

Gestaltung des Beratungsprozesses I

  • Gegenstand und Dimensionen von Bildungsberatung
  • Lebenslanges Lernen in Übergängen, Lernen als soziales Handeln
  • Reflexion des eigenen Handlungsfeldes
  • Grundhaltungen und Selbstverständnis, Selbstwahrnehmung

 

RQZ-Modul 2:

Gestaltung des Beratungsprozesses II

  • Steuerung und Ablauf des Beratungsprozesses, Aufgaben und Grenzen
  • Beratungstechnik und -methodik
  • Aufgabenfelder in der Beratung
  • Evaluation, Praxisreflexion

 

RQZ-Modul 5:

Kompetenzbilanzierung

  • Überblick über Konzepte, Bereiche und Instrumente
  • Methode der Kompetenzbilanzierung
  • Kompetenzbilanz am Beispiel ausgewählter Tätigkeitsfelder (ProfilPASS)

Informationen zum bundesweiten Qualifizierungsangebot der RQZ finden Sie im Internet unter www.bildungsberatung-verbund.de.

 

Finanzierung

1. September 2009 - 31. Juni 2012: Förderung über die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen.